in guter Name ist im Wirtschaftsleben viel wert, nicht umsonst verdient heute so mancher Modemacher mehr Geld mit Etiketten auf Parfums als mit seinen teuren Klamotten. Imagetransfer nennt sich dieser Kniff, bei dem ein klangvoller Name Massenware adelt. Es ist noch gar nicht lange her, da hat sich Mercedes vom made in Germany verabschiedet. Demnächst sollen ja auch Mercedes-Limousinen in Amerika vom Band laufen, und made by Mercedes sage viel mehr über die Qualität aus.

Bei der neuen Großraumlimousine namens Viano, die von 1996 an mit dem Stern vom Band laufen soll, wird allerdings ein Motor von VW für Vortrieb sorgen. Es muß gespart werden, sagen die Schwaben, und die hauseigenen Sechszylinder passen nicht unter die Haube des neuen Benz. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. So mancher Rover läuft mit Honda-Kraft, und bei Opels Omega sorgt ein BMW-Diesel für die richtige Power. Neben gesparten Entwicklungskosten bekommen Rover und Opel sogar noch ein kleines Imagebonbon mitgeliefert. Was aber soll den imagebewußten Autokäufer motivieren, einen teuren Mercedes mit VW-Antrieb zu kaufen?

dhl