Immer wenn wieder einmal schlechte Zahlen über die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland bekanntgegeben werden, oder wenn über höhere Benzinsteuern spekuliert wird, geht ein ängstliches Zucken durch die Marketing-Abteilungen der Hersteller, und Frau E. aus der Automobilbranche sucht bei der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) wieder Rat und Hilfe.

Direktionsassistent Dr. Günter P. ruft die kreative Runde zum Brainstorming zusammen.

„Der Absatzrückgang in Deutschland ist betrüblich“, sucht Kollege L. erst einmal Frau E. zu trösten. „Aber wird das durch Ersatzbeschaffung nach dem neuen Rekord von über 100 000 Pkw-Diebstählen im letzten Jahr nicht teilweise ausgeglichen?“

„Ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt Frau E. „Und als neue Bedrohung kommen die Car-sharing-Agenturen hinzu. Die sind auf lange Sicht so gefährlich wie eine Piëch-Rede.“

„Wie das?“ fragt die Runde.

„Weil Car-sharing genau das Gegenteil dessen ist, was die Automobilbranche braucht. Wir wollen nicht viele Leute, die sich ein Auto teilen und damit viel fahren, sondern Leute, die mehrere Autos haben, mit denen sie möglichst wenig fahren.“

„Ökologisch durchaus sinnvoll“, sagt Kollege G.