Nichts ist unmöglich. So könnte es gut sein, daß die Sparer von deutschen Banken demnächst Sprüche wie diesen zu hören bekommen: „Bei uns ist nicht nur der Schneider König.“ Mit einer Werbekampagne wollen die Kreditinstitute nämlich einen „Feldzug wider die Vorurteile“ starten. Kostenpunkt der Image-Politur: ein zweistelliger Millionenbetrag.

An Einfällen dürfte es nicht mangeln. Die Deutsche Bank könnte doch beispielsweise mit besserer Kontrolle in den Aufsichtsräten werben. Die Dresdner Bank dürfte demnächst eine publikumswirksame Senkung der Dahrlehenszinsen ankündigen. Ein Schuldenerlaß für die Entwicklungsländer würde den Ruf bei Dritte-Welt-Gruppen heben. Zu teuer? Auch preiswertere Image-Kampagnen lassen sich erträumen: Wie wäre es etwa mit anderen Öffnungzeiten? Vielleicht aber sollten sich die Kreditinstitute zunächst mit kleineren Schritten begnügen. Die französischen Geldhäuser haben das vorgemacht: Dort wirbt eine Bank mit dem Slogan „Zunächst die beruhigende Nachricht: Wir haben keine neuen Verlustbringer entdeckt“. pin