DIE ZEIT

Mut im Iran

Das hat es im Iran der Mullahs noch nicht gegeben: 134 Schriftsteller fordern in einem Manifest Meinungsfreiheit und ein Ende der Zensur.

Filmverbot?

In der Kunst, also auch im Kino, gibt es zwei wirksame Tabus: Obszönität und Blasphemie. Wer gegen eines von beiden verstößt, wird von der Gesellschaft bestraft.

Halbherzig

Boris Jelzin spendet schwachen Trost zu spät. Er hat den skandalumwitterten General Burlakow, den stellvertretenden Verteidigungsminister, gefeuert.

Wie Amerika die russische Ölkatastrophe nutzt: Die Polar-Pest

Über die Umweltdesaster der vormaligen UdSSR schrieben schon die Publizisten Murrey Feshbach und Alfred Friendly: "Wenn die Historiker die Autopsie des Sowjetkommunismus einmal beendet haben werden, kommen sie wahrscheinlich zu dem Schluß, daß der Tod durch Ökozid eingetreten ist.

Zeitspiegel

Das Soldatenhandwerk ist auch nicht mehr das, was es mal war: Jedenfalls scheint über der Ausbildung an elektronisch gesteuerten Waffensystemen in computersimulierten Konfliktwelten das Gefühl fürs elementare Handwerk langsam zu schwinden; zum Beispiel korrektes Identifizieren und Besetzen von „feindokkupierten Objekten“ nebst Entfernen des Feindes von denselben.

Bloß keine Nähe

Ein Riß geht durch die SPD: der Streit um die PDS. Das ist nicht einfach nur eine Meinungsverschiedenheit; auf der Tagesordnung stehen strategische und sehr grundsätzliche Fragen.

Links sind nur wir

Seit der Bundestagswahl ist auch in der SPD-Linken eine Diskussion darüber losgetreten worden, wie heute und in Zukunft mit der postkommunistischen PDS umgegangen werden soll.

Wenn Wohnen zum Luxus wird

Das Wichtigste zuerst! Die Bürger stellen an ihren Staat und seine Wirtschaftsordnung vor allem die eine Frage: Wie sieht es mit unseren Grundbedürfnissen aus – Sicherheit, Essen, Wohnen? Doch die europäischen Demokratien verhalten sich in diesen Grundfragen der Politik höchst widersprüchlich.

Wolfgang Ebert: Riskant

In unserer Serie „Seltsame Berufe“ stellen wir Ihnen heute Freddy Schleichspur vor. Lassen wir ihn selber reden: „Also ich bin Freddy Schleichspur und von Beruf regierungsamtlicher Wähler-Beschwichtiger.

Die Mauer fällt

4. November: In Ost-Berlin protestieren mehr als eine halbe Million Menschen; sie fordern eine demokratische Umgestaltung der DDR.

Gefährliche Spiele

Nein, Aldo Romano Ajello hatte nicht erwartet, daß es noch einmal so dramatisch zugehen würde. Aber dem Sonderbeauftragten von UN-Generalsekretär Butros Butros-Ghali ist während seiner zwei Jahre in Mosambik eine Elefantenhaut gewachsen.

Zu den Vorstellungen aus der CDU über ein Kerneuropa: Kann eine EU mit variabler Solidarität überleben?: Keine Privilegien

Wer kennt sich da noch aus: Kerneuropa, Europa der konzentrischen Kreise, Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten, Europa mit variabler Geometrie, Europa à la carte, mit Schaltgetriebe oder Automatik? Stehen hinter diesen Schlagworten konkrete Konzepte für unsere Zukunft, oder soll mit dieser hektischen Ankündigungspolitik ein Streit geschlichtet werden zwischen denen, die mehr Europa wollen, und denen, die zurückwollen in die gute alte Zeit des 19.

Alle Macht dem Volk

Der Bürger hat in der Demokratie, wie sie in der Bundesrepublik praktiziert wird, wenig zu sagen. Sein Einfluß findet nur alle vier (oder fünf) Jahre bei den Parlamentswahlen statt, und dabei kann er regelmäßig nur zwischen starren Listen wählen.

Frankfurter Intervention

Nach dem Grundgesetz wirken die Parteien an der politischen Willensbildung des Volkes mit. Sie tun das aber zu exzessiv, so daß sich unter den Bürgern Unmut verbreitet und Enttäuschung laut wird über mangelnde Einflußchancen.

Bonner Bühne: Grüne Socken

Nachdem die FDP in Nordrhein-Westfalen fast aus sämtlichen Rathäusern katapultiert worden ist, sucht sich die CDU neue Partner.

Müssen wir unser Wahlrecht ändern?: In der Praxis bewährt

CHEMNITZ. – Das knappe Ergebnis der Bundestagswahl hat wieder einmal die Befürworter der Mehrheitswahl herausgefordert. Ihr Argument: Die Mehrheitswahl ermögliche eine Regierungsbildung durch das Volk, schaffe klare Mehrheiten, fördere den Regierungswechsel und grenze politische Extremisten aus.

Genie, Wahnsinn, Melancholie, Freßsucht, Kriminalität – rollt in uns ein Programm ab, längst vor der Geburt beschlossen und festgeschrieben im Erbgut? Amerikas Genetiker entfachen eine alte Debatte neu. Doch ihre Forschung steht auf tönernen Füßen: Das Natürliche Schicksal

In Amerika darf es wieder laut gesagt werden: Neger sind dümmer. Von Geburt an. Richard Herrnstein, der kürzlich verstorbene Harvard-Psychologe, und Charles Murray, Politologe, beide aus dem Lager der Konservativen, haben ein Buch geschrieben, über ein Thema, das Amerika bewegt: die Intelligenz.

Verhaltensgenetiker tun sich mit dem Menschen schwer: Das Genpuzzle

Jede Wissenschaft lebt von ihren Methoden und kann auch nur so gut sein wie ihre Methoden. Jener Teil der Erbforschung, der sich Verhaltensgenetik nennt, erhebt im Unterschied zur Verhaltensforschung, die im Grenzbereich zwischen Psychologie und Biologie operiert, den Anspruch, zur sogenannten harten Forschung zu gehören, zu jenem Zweig der Forschung also, der mit Naturgesetzen und Molekülen hantiert.

Unbehelligt abkassiert

Auch in dem grenzenlosen Europa hält sich in der Versicherungswirtschaft der Wettbewerb in engen Grenzen. So werden Führerscheinneulinge mit eigenem Auto vom kommenden Jahr an kräftig zur Kasse gebeten.

Manager und Märkte

Springer Verlag: Gut für Überraschungen RWE: Genug vom Superphenix? Otto Versand: Vorstoß nach China

Rudolf Engen: No Peanuts

Immer wenn deutsche Banker eine Kampagne zur Imageverbesserung der Branche planen, ruft Direktionsassistent Dr. Günther P. von der Europäischen Management und Marketing-Agentur (EMMA) seine kreativen Kollegen zum Brainstorming zusammen.

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