Das hat uns die Computerlobby nicht alles versprochen, als es darum ging, das elektronische Wunderding Personalcomputer auf den Schreibtischen zu etablieren: Von papierlosen Büros wurde geschwärmt, gewaltige Produktivitätssprünge prophezeit.

Und was ist daraus geworden? Von papierlos kann keine Rede sein, im Gegenteil. Weil die Maschinen mit den schnellen Chips immer mal wieder wertvolle Daten spurlos verschwinden lassen, sichern wir uns alles nochmals schwarz auf weiß in den Aktenschränken.

Bliebe der Produktivitätsfortschritt. Doch Pustekuchen. Wie eine kalifornische Wirtschaftsprüferkanzlei jetzt ausrechnete, gehen allein in den USA jährlich hundert Milliarden Mark oder zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes verloren, weil die PC-Nutzer sich stundenlang am Arbeitsplatz mit Computerspielen vergnügen. Was anfänglich hilft, sich ans Gerät zu gewöhnen, artet unversehens zur Sucht aus. Aus internen Computernetzen werden betriebsweite elektronische Spielfelder.

Nur eines ist tröstlich. Auch Intel, weltgrößter Hersteller der schnellen PC-Chips, bekam dies zu spüren. Da das interne Kommunikationsnetz durch die PC-Gambler regelrecht lahmgelegt wurde, mußten die Chip-Bosse die Notbremse ziehen. Inside Intel gilt jetzt: Spielen verboten. la