Von Elke Schmitter

Halbdunkel ist das Zimmer und überwärmt. Im Kamin knackt und qualmt das Holz, am Fenster bildet sich Reif. Draußen liegt ein Rosengarten, in dessen Hintergrund ein Buchenwald den Horizont verdunkelt. In die blind gewordene Scheibe malt eine junge Frau mit dem Zeigefinger einen Namen; sie legt die Lippen an das kalte Glas, dann die Stirn. Über ihr knarzen die Balken, Schritte entfernen sich. Sie hört Stimmen, die sie nicht kennt.

"Alle Wochen zieht man meine Gefangenschaft mehr in die Länge", beginnt sie ihren nächsten Brief. (Sie wird ihn zwischen drei weitere legen, damit er, ohne aufzufallen, nach London befördert werden kann.) "Dr. Mackernes hat gewiß Theil daran. Er würde um klingenden Lohn seine Seele verpfänden. Seit unserm vorigen Briefwechsel hat er mir dreymal die Ader geschlagen – ich bin schon ganz schwach und elend..." Dr. Mackernes ist Arzt, aber er ist auch ein Vasall des Herrn und Ehemannes, Seiner Lordschaft Chalmers. Und dieser ahnt vermutlich, was seine Frau so sicher weiß: daß ihre jüngste Niederkunft, mit einem holden Bübchen namens Charles, nicht auf seine Besamung zurückgeht.

So wird die geschwächte Entbundene einstweilen in ihr Zimmer eingeschlossen, während der Hausherr, tip for tap, die Geliebte in London beglückt. Dort hält sich auch der Angeschriebene auf, verbringt seine Zeit in der besten Gesellschaft und betätigt sich angelegentlich als Hauslehrer: einer der viel zu vielen Gebildeten Englands, die Latein, Manieren und die Aquarellmalerei gelernt, aber nicht das nötige Herrenhaus dazu geerbt haben.

"Wo bleibst Du?" fragt und fleht die unglückliche Frau, "warum kommst Du nicht und wirfst Steinchen ans Fenster, warum rettest Du mich nicht aus dem kamingeheizten Kerker?" Sie schreibt Brief um Brief, läßt sich hin und wieder den eingewickelten Säugling vorlegen und schickt ihre Ängste auf die Reise. "Sey mir nur treu in London", mahnt sie und rät dem Liebhaber zur Onanie, um sich im Notfall zu behelfen: "Mein Bruder sagte mir, er habe das einmal von einem Bedienten gelernet und endlich durch diese Entdeckung von mir ablassen können."

Das schreibt sie so weg, als wär’s gar kein Geständnis, sondern das Übliche. Ans Bett gefesselt, mit niemandem zur Gesellschaft als Dienstboten und Arzt, treibt sie die hitzigsten Geständnisse aus sich heraus. "Habe ich mich bey unserm jüngsten Liebesglück auch noch dawider verwahrt: so wäre ich itzt, mein süßer Geliebter, doch willens, Dich bis auf das letzte Mark auszuschlürfen. Es geht mit mir durch. Ich schreie, als der Hirsch nach dem Strome."

Nein, man kann nicht anders als mit der Lady leiden. Sie ist eine der zwölf Sprecher eines – ja: postmodernen Romans des Engländers Adam Thorpe, der nun ins Deutsche übersetzt ist. Postmodern ist dieses Buch, weil es keine "große Erzählung" mehr gibt: Geschichte ist in diesem Werk, das dreieinhalb Jahrhunderte umspannt, nichts mehr, das sich in einem Zug erzählen ließe, gleichsam auf einer großen Rutsche Erkenntnis, die uns mit dem Kopfgesäß in die Jetztzeit befördert. Geschichte, so sagt dieses Buch, ist eine Anhäufung von Erzählungen, die jeweils von einem Ich gesprochen werden.

Die Perspektiven dieser Sprecher, ihre Überzeugungen und ihr Erleben sind nicht übereinzubringen, nicht einmal in der Rückschau: Die Lady beschreibt ihr Unglück als die Totale ihres Lebens; ihre Kammerzofe sähe das schon erheblich anders, und der Waldarbeiter, der in den Buchen das Sargholz schlägt, spricht wieder von einer anderen Geschichte. Und wer spricht, hat recht.

Wie geht es mit der Lady weiter? Zunächst ganz langsam. Die Zeit bewegt sich wie auf Krücken und im Kreis. Der jungen Mutter Genesung vollzieht sich allzu schleppend, der Geliebte läßt sich nicht blicken und schreibt immer seltener Die Liebende fällt von Todesfurcht in Sehnsucht in Hoffnung, erwehrt sich mühsam ihres Gatten und bangt in einem fort, ihr Briefwechsel würde entdeckt. Die sicherste Station auf dem langen Weg der Kassiber, vertraut sie dem Entfernten an, sei Mabberley – der "grauköpfige Gärtner, den ich aus Stagley mitgebracht, und der mir, brave alte Seele, vor zwanzig Jahren, da ich kaum anfieng zu lallen, schon Rosen geschnitten hat – er ließe sich gar für mich hängen." Doch was ist mit den anderen? Die Zofe ist verläßlich bestechlich, der Mohrenknabe weiß von nichts, der Kammerdiener Blint aber spioniert auf Seiten Seiner Lordschaft ... Unheil droht der armen Lady Chalmers, die doch nichts anderes will als ihren fischigen Ehemann gelegentlich durch einen Warmblüter ersetzen und deren Gedanken nicht weiter gehen als bis zum Buchenwald in ihrem Fensterblick, der ihrer wilden Liebe für ein nächtliches Treffen Obdach geben soll.

Schließlich wird das Kind getauft: Da macht man Einladungen sonder Zahl, und da kann auch der Geliebte, der zur Gesellschaft gehört, unauffällig zur Stelle sein. Er möge sich auf ihre Kosten ein neues "Wamms" schneidern lassen, am besten "carmesinroth", sich aber nicht zu sehr aufputzen, und dann wird es endlich, endlich ein Wiedersehen geben.

Doch der Hauslehrer spurt nicht mehr, er plant eine Italienreise. So schreibt sie einen langen Abschiedsbrief, in dem, wie in diesem Genre üblich, von den letzten Dingen die Rede ist: von der Schnupftabakdose, ihrem Geschenk, die er bei Neapel zu Wasser lassen soll, und von den nachtrauernden Mondgedanken, die er ihrer Geschichte unter den Zypressen noch zu widmen habe. Der ganze erkrankte Narzißmus einer enttäuschten Liebe ist darin und zugleich ein stolzes und vergebliches Bemühen um Haltung. Vielleicht ist dem Gleichgültigen noch der erbetene Aufwand des stillen Versenkens zuviel, jedenfalls schickt er kurzerhand der Lady ihr Unterpfand zurück.

Und diese Sendung wird entdeckt, das teilt die Eingesperrte ihm, im allerletzten Brief, noch mit: Der spionierende Diener stellte den Gärtner Mabberley mit dem Retourpräsent, den Mohrenknaben gleich dazu, die Anklage lautet auf Diebstahl. "Am Dienstag ist er vor dem Friedensrichter. Ich darf, auf Ersuchen meines Gemahls – er bezeigt sich sehr artig – frei kommen, dem Schauspiel beyzuwohnen, wenn Mabberley gehenkt werden sollte. Allein weil dieß gewiß nicht bälder, als im Oktober geschehen mag; so werde ich ohnedem schon außer Gefangenschaft seyn."

Der Diener gehenkt, der Mohrenknabe ausgepeitscht und nach Westindien spediert, die Lady wieder Ehefrau und der Geliebte in Italien: das Ende einer Affäre in den ersten Kreisen. Ganz beiläufig ist der Tod aufgetreten und hat, in einem Nebensatz, eine Geschichte zerschnitten. Der Tod spielt eine Hauptrolle in diesen zwölf Erzählungen, deren erste im 17. Jahrhundert beginnt und deren letzte in unserer Gegenwart endet. Aber weil nichts in diesem Buch zwanghaft ist – trotz der kunstvollen Planung aller Einzelheiten, trotz seines Projektcharakters –, ist er nicht der gemeinsame Nenner dieser Geschichten. Was die zwölf Teile verbindet, ist vielmehr der Ort, an dem sie spielen und der dem Buch den Namen gab: Ulverton, in Wessex.

Der Übersetzer Hans Wolf, den man hier berechtigterweise als Mitautor nennen kann, hat das Buch sprachlich ins Alemannische übertragen: dieser Dialekt, den er am besten kennt, ermöglicht ihm, den zwölf Protagonisten "Ulvertons" ihren jeweiligen Duktus zu geben. Und der entwickelt und verändert sich mit den Erzählenden radikal; von einer historisierenden Kunstsprache, die dem Neuhochdeutschen entlehnt ist, über den lebendigen Dialekt des Proletariats bis hin zu den trockenen Protokollsätzen eines Tagebuchs aus den fünfziger Jahren. Mit dem Wechsel der Sprachen, den Thorpe und Wolf so bedingungslos und detailliert in Szene setzen, machen sie aus der Postmoderne Literatur: denn die Welt als soziales Phänomen gestattet keine Vogelperspektive. Und hundert Frösche haben eben hundert Stimmen. Die alle an demselben Tümpel quaken, nur zu unterschiedlichen Zeiten, und miteinander verbunden sind, weil sie in derselben Wiese sitzen.

"Wir sind gesonnen", hatte die unglückliche Lady Chalmers im Jahre 1743 an ihren Geliebten in London geschrieben, "einen angränzenden Besitz zu kaufen – einen Hof namens Plumin’s ein etwas hochmüthiges Frauenzimmer steht ihm vor – mit ihrem Herkommen ist es nicht ganz geheuer – ich kann mich der näheren Umstände itzt nicht mehr besinnen." Sie nicht, aber der glückliche Leser: das etwas hochmüthige Frauenzimmer ist die adoptierte Tochter des Farmers Plumm, vor einunddreißig Jahren von einer Magd zur Welt gebracht und gleichsam das Erbe der im Buch vorausgegangenen Geschichte. Die wiederum schrieb ihr Vater, Mr. Plumm, als ein Tagebuch, in dem er pedantisch und nicht ohne Ehrgeiz seine landwirtschaftlichen und persönlichen Einsichten notierte. Darin der Tod eine wichtige Nebenrolle spielt, die wichtigste aber der Samen und die Frage des richtigen Dungs. Ist die Hinterlassenschaft der Schweine, der Schafe oder Kühe die beste Stimulation der Furche, oder sollte man gar mit Menschenkot den Ernteertrag steigern?

Neben diesen Erwägungen beschäftigt den experimentierenden Bauern auch die eigene Fruchtbarkeit: die Frau gebar nur Töchter, die bald starben, und die letzte Geburt, bei der sie zwanzig Stunden schrie, hat ihren Verstand ganz offenbar nicht unberührt gelassen. Die Frau verbringt nunmehr den halben Tag im Bett und quält ihre Umgebung mit tollen Gesichten, die Aberglaube, Puritanismus und Naturheilkunde melangieren. Außerdem schlägt sie die Magd wie von Sinnen mit der Pfanne blutig. Da paßt es dann wieder wunderbar, daß diese Magd, erlittener Wohltaten halber, sich vom Herrn verarzten läßt und bei dieser Gelegenheit ihrer Dankbarkeit keinerlei Grenzen setzt. Und Farmer Plumm erwägt "vor dem Camin bey mir selbst, daß GOtt in Seiner HErrlichkeit noch das geringste Zeugungs-Geschäfft approbiret, ob in der dürren, steiffen Ackererde, oder im feuchten Schooß eines Weibs. Denn alle Zeugung ist nach Seinem Bilde... Sollte mein Same sowohl in der Magd, als in den Feldern sprossen, so wäre das lautrer Gewinnst, und mit nichten Vergeudung." Und das Kind der Magd, das ja ein Junge werden soll, würde bei Adoption Namen retten und Besitz.

Was will die Magd? Die Magd will Geld. Was will der Mann? Der Mann will einen Erben. Was will die Frau? Die Frau will sterben, und das tut sie auch: Erst erhängt sie die Strohpuppe vom Erntefest am Oberbalken des Kuhstalls und dann, einige Wochen später, eben dort sich selbst. Am’ Hals über der Gülle-Rinne baumelnd, gedunsen und schon blau gefärbt, kann sie das letzte Gebet des Mannes nicht mehr hören, der speiend neben ihr die Nacht verbringt.

Aber das Geschehen dann treulich zu Ende berichtet: Die Magd hat ein molkiges Aussehen und kommt erfolgreich nieder, doch es ist wieder nur eine Tochter. Dreißig Jahre nach dem Schluß des Tagebuchs – und eine Geschichte später – erfahren wir in einem Brief der Lady Chalmers beiläufig, daß diese Frau das Land verkaufen mußte. Die Pionierleistungen ihres Vaters, seine ausgeklügelten Besamungsstrategien haben den Besitz nicht retten können.

Ulverton, das Land: Natürlich verändert es nicht nur seine Beschaffenheit, sondern auch seine Bedeutung in diesem großen Bogen von der englischen Revolution bis in unsere Gegenwart. Zweihundertfünfzig Jahre nach den landwirtschaftlichen Versuchen des tagebuchschreibenden Farmers wird es von Menschen bevölkert, die nicht mehr in Erbschaftsfolgen denken und für die der Samen ausschließlich Intimität zur Anwendung bringt. Die überlebende Tochter Plumms hat Wessex 1744 verlassen, und das Geschlecht der Chalmers ist ausgestorben, nachdem der letzte Lord mit der Titanic unterging. In Ulverton, dem Naherholungsgebiet der Londoner, leben nun Menschen, denen das Land Gegenstand der Naturbetrachtung ist. Die vierzigjährige Violet protokolliert in ihrem Tagebuch das Wachstum der Buschwindröschen auf ihrem täglichen Spaziergang.

Violet ist gedemütigt: Seit dreizehn Jahren arbeitet sie geduldig und unermüdlich als Assistentin eines Künstlers – und hat nun festgestellt, daß ihre gesamte Dienstleistung und Präsenz zu nicht mehr führte als einer wegwerfenden Erwähnung als "Sekretärin" in der Autobiographie dieses berühmten Mannes. Ihre melancholische Wanderung führt sie auch zum alten Herrenhaus von Ulverton, das nach dem Weltkriegsschicksal als Notgefängnis still seinem gänzlichen Verfall entgegendämmert. Und selbstverständlich weiß sie nicht, aber wir wissen, daß sie am Mittelpunkt eines Dramas verweilt, das einem Knecht von damals nicht nur das Herz, sondern auch das Genick gebrochen hat. Das Schlafzimmer der Lady Chalmers: "Drei Eisenbetten, an der Wand rausgerissene Zeitschriftenseiten (natürlich nackte Weiber), in der Mitte Glühbirne an langem Kabel. Überall an hohem Plafond rundliche geflügelte Putten mit spitzbübischem Lächeln, schon ziemlich mitgenommen, Farbe bißchen blättrig, wie mein Gebäck. Ein Engel mit Hitlerbart; reiner Vandalismus. Kaum zu glauben, daß das früher mal feudales Schlafzimmer. Hübscher Blick auf Buchenwald."

Hübscher Blick auf Buchenwald. So könnte es immer weitergehen, denn ein Faden spinnt sich zum nächsten, ohne daß es jemals einen Knoten gäbe: in jeder dieser zwölf Geschichten findet sich ein Verweis auf andere, aber diese subkutane Ordnung wird nirgends gebündelt. Thorpe hat sich dafür entschieden, die Erzählformen mit ihren Sprechern jeweils so vollkommen zu wechseln, daß damit alles immer neu entsteht: die Welt, ihre Versprachlichung und ihre Farbe. Bis auf die letzte Einheit bleibt er dabei, die Protagonisten sprechen zu lassen, wahrt aber immer die Formen der Epoche: Die erzählende Erinnerung eines Schafbauern wird abgelöst von einer Predigt; es folgt das Arbeitstagebuch des Farmers Plumm, darauf die Briefschaft der Lady Chalmer. Den Prozeß gegen die ländlichen Maschinenstürmer des Jahres 1830 protokolliert ein gelangweilter Gerichtsschreiber, der die Akten führt und seiner Verlobten zwischendurch eitle Geständnisse schickt, und nach den Kommentaren eines engagierten Photographen zu seinen Landschaftsbildern aus Ulverton hören wir einem leicht trunkenen Wirtshausmonolog des dörflichen Zimmermannes zu. Das Tagebuch der Künstlersekretärin wird von einem Rundfunkmanuskript eröffnet, und den Schluß des Buches macht ein Produktionsprotokoll der Viper’s Bugloss Filmgesellschaft.

Es scheint beinahe zwangsläufig – und ist trotzdem erheiternd schön daß der letzte Protagonist des Buches sich als Immobilienmakler betätigt: Ulverton, das Land, ist nunmehr Gegenstand des Händlerprofits geworden und soll, im Londoner Einzugsbereich, den Wochenendbedürfnissen der reichen Hauptstädter dienen. Oral history ist nun mal Moral history.

Von den jüngeren Geschichtswissenschaftlern aus der Annales-Tradition und der historischen Anthropologie hat Thorpe die Einsicht übernommen, daß die Geschichte aus Erzählungen besteht, deren Perspektive nicht frei wählbar, aber dennoch subjektiv ist. Im Reichtum der Phantasie liegt für die Geschichtsschreibung die Gefahr des Kunstgewerbes: Alles wird so schön ausgemalt, und unter blutrünstiger Anschaulichkeit und fröhlichem Impressionismus wird nicht selten die Distanz begraben, die zur Erkenntnis nötig ist. Doch das Befremden, das Kunst von Kitsch unterscheidet – oder Wahrheit von Bildung –, gibt Thorpe nie auf, obwohl er als Erzähler in seinen Figuren aufgeht: Wann immer die Identifizierung zu gemütlich werden könnte, blendet der Autor mit Halogenscheinwerfern ein hartes, gegensätzliches Licht auf den eben noch leibwarmen Text.

Thorpe nimmt Partei nicht für die hohen, sondern die kleinen Angestellten der Geschichte. Sie dürfen ihre Rede ungehindert halten, die anderen (der Immobilienmakler, der Gerichtsassistent, die Lady) werden darin unterbrochen: durch die Regie, den Pöbel oder den Tod. Die milde, aber nicht mürbe Weisheit von Thorpes Darstellung legt nahe, allen dasselbe Erbarmen zu widmen: also auch uns, wenn ein Adam Thorpe sich im Jahre 2344 mit unserem Leben beschäftigt. (Und ein Hans Wolf sich findet, das Buch zu übersetzen.) Wenn das Land, das wir bewohnen, Material von Kalkülen geworden ist, deren Zweck wir ebensowenig ahnen wie Farmer Plumm im Jahre 1712 die Verwendung seines Ackers für eine Wochenendhaussiedlung unweit der Autobahn. Wenn der Samen längst in Banken liegt, die ihn meistbietend verkaufen. Und wenn der Tod, noch drastischer als heute, pekuniäre Verhandlungssache geworden sein wird. Geschichte ist Gerinnung immer nur im nachhinein. Und Thorpe, zum Beispiel, hat die Gerinnung verflüssigt.

  • Adam Thorpe:

Ulverton

Aus dem Englischen von Hans Wolf; Claassen Verlag, Hildesheim 1994; 575 S., DM 48,– DM