23. November: Der DDR-Ministerrat schränkt den Verkauf von Waren an Nicht-DDR-Bürger ein; seit der Maueröffnung seien drei Milliarden DDR-Mark in den Westen verschoben worden.

24. November: Egon Krenz verspricht, daß der Führungsanspruch der SED aus der DDR-Verfassung gestrichen wird.

25. November: Ingrid Köppe, Sprecherin des Neuen Forums, verlangt freie Wahlen und eine demokratische Erneuerung der DDR; Rainer Eppelmann, Demokratischer Aufbruch, fordert Zusammenarbeit mit einer „veränderten SED“.

26. November: Regierung und Opposition einigen sich auf ein erstes Treffen am „Runden Tisch“, das am 7. Dezember stattfinden soll.

27. November: Beherrschendes Thema auf der Leipziger Montagsdemonstration ist, wie in anderen DDR-Städten, die Wiedervereinigung.

28. November: Bundeskanzler Kohl befürwortet in einem 10-Punkte-Plan die schrittweise Zusammenführung beider deutscher Staaten in einen Bundesstaat.

30. November: Die DDR-Regierung gibt zu, daß das Land zehn Milliarden Dollar Nettoschulden hat. Gegen sechs frühere Spitzenpolitiker wird strafrechtlich ermittelt.