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DIE ZEIT

Die Flucht vor der Wahrheit

Schon einmal ging von Sarajevo aus die Welt in die Brüche. Im Jahr 1914 warteten die europäischen Mächte im Grunde auf den Krieg, Österreich-Ungarn suchte einen Anlaß und fand im Deutschen Reich einen Verbündeten.

Die Flucht vor der Verantwortung

Der Krieg auf dem Balkan sei zu Ende, sagt der amerikanische Verteidigungsminister Perry und meint damit nur: Der Versuch einiger westlicher Staaten ist gescheitert, mit ein paar halbherzigen Militärdemonstrationen die Niederlage der bosnischen Muslime aufhalten zu wollen.

Zeitspiegel

Großbritannien, Du hast es besser. Nicht nur, daß dort ehemalige Spitzenpolitiker in den Adelsstand erhoben werden und in wallendem Hermelin der Parlamentseröffnung beiwohnen dürfen – sie bekommen auch ein eigenes Wappen, das beziehungsreich an die glanzvollsten Taten ihrer Amtszeit erinnert.

„Wir müssen der Stoßdämpfer sein“

Yasushi Akashi: Ich fühle mich wie ein Ledersack beim Boxtraining. Ich glaube, das ist nun einmal das Schicksal aller UN-Friedenstruppen, daß sie von allen Seiten eines Konflikts mit aller möglichen Kritik bedacht werden.

„Nur keine halbgaren Lösungen“

DIE ZEIT: In Washington hört man dieser Tage viel Kritik an Großbritannien, nicht nur wegen der britischen Weigerung, eine Aufhebung des Waffenembargos abzusegnen, sondern auch wegen der Weigerung, die Schutzzone um Bihać zu verteidigen.

Wolfgang Ebert: Staatstheater

Mein Name ist Leerlauf. Als Dramaturg des Bonner Staatstheaters heiße ich Sie herzlich willkommen und stelle Ihnen unseren Spielplan vor: Zum Auftakt spielen wir zur Regierungsbildung „Viel Lärm um nichts“ von William Shakespeare und von Botho Strauß „Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle“.

Der Zuchtmeister

Im „Istana“, dem weißen Kolonial-Prachtbau inmitten eines weitläufigen Parkes, residierten einst die britischen Gouverneure von Singapur; heute haben der Präsident und der Premier hier ihre Amtsräume.

Bonner Bühne: Bitte eine Frage!

Denn das Ziel ist klar: Man möchte den politischen Gegner aus dem Redekonzept bringen oder einem bedrängten Parteifreund am Rednerpult etwas Luft verschaffen.

Marion Gräfin Dönhoff wird 85

In fünfzehn Monaten wird die ZEIT ein halbes Jahrhundert alt. Von den Anfängen an im Nachkriegswinter 1946 war Marion Gräfin Dönhoff dabei.

Taten statt Taktik

Wo Rauch ist, wird gemeinhin auch Feuer vermutet. So lassen sich die jüngsten Spekulationen erklären, denen zufolge die Energieversorger bereit seien, sich von der Atomenergie zu verabschieden.

Manager und Märkte

Kempinski: Unter asiatischem Dach Hoechst: Im Dienste der Umwelt Programmhefte: Auf höherem Niveau

Zu früh gejubelt

Wirtschaftsminister Günter Rexrodt hat allen Grund, sich beim Statistischen Bundesamt für Schützenhilfe im Wahlkampf zu bedanken.

Zeitliches aus Frankreich: Die Finten des Herrn Tapie

Ist Bernard Tapie ein Mann für den Knast oder für den Elysée-Palast? Er war immer schon ein Mann der Extreme. In jungen Jahren wechselte er Berufe wie andere die Hemden, war Autoverkäufer (Volkswagen), Berufsspieler (Black Jack) und Schlagersänger („Ich glaube den Mädchen nicht mehr“).

Chance für den Sprößling

Der Mann im Chefsessel trägt eine Hose mit roten und schwarzen Karos. Sein blonder Haarschopf ist auf jugendlich getrimmt, die Hände formen markige Gesten.

Lange Gesichter

Der Zinsanstieg der vergangenen Monate an den internationalen Kapitalmärkten hat in den Ergebnissen der Investmentfonds deutliche Spuren hinterlassen.

Wieder Zinssorgen

Der Wertpapierhandel wird zunehmend von Jahresultimo-Dispositionen bestimmt. Dabei fällt auf, daß selbst unverwüstliche Optimisten die Hoffnungen auf eine Kurs-Ralley zum Jahresende aufgegeben zu haben scheinen.

Welthandel: Krumm

Im internationalen Handel gibt es viele Möglichkeiten, sich schlecht aufzuführen, und die Europäische Union hat sie alle genutzt: Subventionen für die Landwirtschaft, Quoten für Filme und Bananen.

Bonner Kulisse

Die vom Hohenheimer Wirtschaftsprofessor Hans Peter Bareis geleitete Expertengruppe, die im Auftrag von Bundesfinanzminister Theo Waigel gearbeitet hat, will die Kritik an ihren Vorschlägen zur steuerlichen Freistellung des Existenzminimums nicht unbeantwortet lassen: Schon bald wollen die Steuerfachleute zu der bisherigen Diskussion Stellung nehmen.

Maschinenbau: Schlank

Jahrzehntelang galt er als die deutsche Renommierbranche schlechthin – der Maschinenbau. Kein anderer Industriezweig beschäftigte mehr Menschen, kein anderer konnte so stolze Exporterfolge vorweisen.

Üppig

Nicht alles, was recht ist, muß auch richtig sein. Recht ist, befand der Bundesgerichtshof in der vergangenen Woche, daß Lebensversicherungsunternehmen mit den Beiträgen ihrer Kunden machen können, was sie wollen, solange sie sich an die geltenden Gesetze und Vorschriften halten.

Die Ruhrgebietsmetropole erwartet die Spitzen der EU: Das ist der Gipfel

ESSEN.– Jürgen Lechner, der Leiter der Stadtwerbung, kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Ein Gipfel der Europäischen Union (EU) in Essen! Was für ein Geschenk! "Eine politische Veranstaltung dieser Größenordnung hatten wir noch nie!" jubiliert er und denkt dabei an den EU-Gipfel vor genau drei Jahren in der kleinen holländischen Provinzhauptstadt Maastricht, die über Nacht berühmt wurde.

War Martin Agyare aus Ghana ein Opfer der Skins?: Große Zweifel

BERLIN. – Der Fall hat Schlagzeilen gemacht und Entsetzen ausgelöst, weit über das Bundesgebiet hinaus: Ein 25jähriger Ghanaer wird Mitte September in der S-Bahn nördlich von Berlin von Skinheads mit Messern verletzt und dann aus dem fahrenden Zug geworfen; mehr als ein halbes Dutzend unbeteiligte Zeugen soll es gegeben haben, aber keiner griff ein oder meldete sich wenigstens nachträglich.

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