Mit der Entwicklung der Hütte zum industriellen Großunternehmen veränderte sich auch Völklingen. Aus dem Dorf wurde eine mittlere Stadt. Arbeiter aus dem ganzen Saarland siedelten sich in Völklingen an.

Im Zweiten Weltkrieg blieb das Hüttengelände unzerstört. Der Saarstatus verhinderte die Demontage nach dem Krieg. Und so blieb die Hütte mit ihren Produktionsstätten aus dem 19. Jahrhundert, die nach wie vor das Herz der Anlage bildeten, erhalten. Als dann Anfang der siebziger Jahre die Stahlkrise kam, hißten die Arbeiter schwarze Fahnen. Parteien und Politiker bekannten sich zu Kohle und Stahl. Milliarden flossen in das kleine Saarland zur Rettung der Hütte. Aber nichts half. Am 4. Juli 1986 wurde die Roheisenherstellung eingestellt. Das Ende der Hochofenzeit war gekommen, wenn man will: "das Ende der Eisenzeit".