Am 1. April wird in Salou an der Costa Dorada Spaniens erster Themen-Freizeitpark, der "Port Aventura", eröffnet.

Ursprünglich wollte die Walt-Disney-Company das europäische Disneyland in der spanischen Küstenprovinz Tarragona ansiedeln. Nach der Absage von Disney suchten die Spanier einen Investor für ein neues Freizeitpark-Projekt. Port Aventura wird nun nach Eurodisney das zweitgrößte Gelände dieser Art in Europa.

Rund 580 Millionen Mark haben die Betreiber - neben dem US-Bierkonzern Anheuser Busch die britische Tussauds Gruppe, die katalanische Sparkasse La Caixa und der Stromkonzern FECSA - in den Themenpark investiert. Im Eröffnungsjahr wollen sie mit zweieinhalb Millionen Besuchern 140 Millionen Mark Umsatz machen und damit von Beginn an schwarze Zahlen schreiben. Bis zum Jahr 2000 hofft Port-Aventura-Chef Luis Rullán jährlich fünf Millionen Eintrittskarten zu verkaufen.

Port Aventura ist in fünf Themenbereiche - Mediterránea, China, Polynesien, Mexiko, Wilder Westen - aufgeteilt. Am Eingang des Parks liegt ein typisch mediterranes Fischerdorf, in "Polynesien" wurden Hütten aus der Zeit von Kapitän Cook errichtet. "China" bietet mit dem "Dragon Khan" die größte Achterbahn Europas, und in "Mexiko" wurden Zeugnisse der Mayakultur unter der spanischen Kolonialisierung nachgebaut. Der Park soll vor allem Familien mit kleinen Kindern anziehen.

Port Aventura ist über die A7 Barcelona-Valencia, Abfahrt Salou/Vila Seca erreichbar. Nächster internationaler Flughafen ist Barcelona. Der Park ist von April bis Oktober an insgesamt 169 Tagen geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 45 Mark, für Kinder 36 Mark. Nähere Informationen gibt es auf deutsch unter der Nummer 00343 / 400 55 77.