Mordende Bäume

Für mehrere Artensterben vor 362 bis 382 Millionen Jahren seien Bäume verantwortlich gewesen, vermutet Thomas Algeo von der Universität im amerikanischen Cincinnati. In dieser Zeit entstanden, eroberten sie die weitgehend kahle Landoberfläche und öffneten den Boden. Erosion trieb Krumen samt Nährstoffen in Seen und Meere, dort nutzten Algen das Überangebot zu explosivem Wachstum, starben aber, als die Nährstoffe zu Ende gingen. Dabei verbrauchten sie viel Sauerstoff; zwei Drittel aller Meeresbewohner fielen dem Sauerstoffmangel schließlich zum Opfer.

Raffinierte Eier

Mit einer Blitzreaktion bewältigen die Eier des Rotaugen-Baumfrosches in Costa Rica ein Dilemma: Je länger sie brauchen, um sich in den Zweigen zu entwickeln, desto größer ist das Risiko, im Magen einer Baumschlange zu landen. Schlüpfen die Kaulquappen allerdings zu früh, sind sie noch nicht weit genug entwickelt, um gefräßigen Fischen und Krebsen im Tümpel zu entkommen. Die Lösung: Die Eier bleiben bis zur Reife in den Bäumen hängen - nur sobald sich ein Schlangenkiefer in die gallertartige Masse um die Eier schiebt, schlüpfen die Kaulquappen in Sekundenschnelle und springen der Schlange aus dem Maul.

Mors Mors

In unserer Ausgabe vom 21. April war unter der Überschrift "Hummel Hummel" eine falsche Telephonnummer angegeben. Die richtige lautet (hoffentlich): 05625/79 09 21.