Da die Komprimierung von MPEG sehr stark auf den Vergleich der einzelnen Videobilder untereinander setzt, ist es für digitale Schnittsysteme weniger geeignet. Sie beschränken sich darauf, Bild für Bild einzeln zu verdichten; auch dafür gibt es einen Standard, das JPEG-Verfahren.

JPEG komprimiert die Daten üblicherweise nicht so stark - beim semiprofessionellen System von ProMotion zum Beispiel nur auf ein Siebtel bis ein Fünfzehntel der Originalgröße. Dafür kann auf jedes Einzelbild schnell zugegriffen werden, das Komprimieren dauert nicht länger als das Dekomprimieren, und beides kann in Echtzeit gerechnet werden. All dies ist Voraussetzung für den guten digitalen Schnitt.