Sie ist eröffnet, die diesjährige Ozonsaison - wie immer bei strahlendem Sonnenschein. Denn die Temperatur hat einen entscheidenden Einfluß auf die Bildung des Reizgases: Je wärmer es wird, desto höher steigen die Ozonwerte. Deshalb wird der politische Hickhack um die Gefahr aus heiterem Himmel ziemlich genau bis August anhalten - nicht länger.

Fest steht: Kurzfristige Tempolimits für Autos, wie sie einzelne Bundesländer - noch dazu ohne Androhung von Strafen bei Nichtbeachtung - verordnet haben, bringen nichts. Bundesweite Beschränkungen für alle Produzenten von Vorläufersubstanzen des Ozons - also nicht nur für Autos - machten schon mehr Sinn, aber dafür hat die Umweltministerin immer noch keine Voraussetzungen geschaffen. Ein Trost ist, daß jedes neue Auto mit Kat, für das ein altes verschwindet, das Ozonproblem verringert. Deshalb wäre es die beste Lösung, endlich die Kraftfahrzeugsteuer in der bestehenden Form abzuschaffen, weil sie keinerlei Anreiz ausübt, alte Stinker durch schadstoffärmere Autos zu ersetzen. Statt dessen sollte entweder die Mineralölsteuer erhöht oder die Kfz-Steuer nach Abgaswerten gestaffelt werden. Angekündigt wird das seit zehn Jahren.