Armes Europa. Der Binnenmarkt wird den Abendländern nicht helfen; auch nicht ihre Kultur - und schon gar nicht die Tatsache, daß sie aus der Industriellen Revolution als Sieger hervorgingen.

Die Managerschmiede IMD im schweizerischen Lausanne und das World Economic Forum in Genf haben rund 1500 führende Geschäftsleute rund um den Globus gefragt, welche Nationen im Jahre 2030 wirtschaftlich Weltspitze sein werden. Danach sind die Asiaten kaum aufzuhalten. Zwar stehen die Vereinigten Staaten nach der reichlich spekulativen Umfrage da, wo sie sich selbst immer schon gesehen haben: auf Rang eins. Dahinter folgen aber Japan und China; zudem finden sich unter den Top Ten die südostasiatischen Tigerstaaten und Indien. Als einzige Europäer in der Frontriege rangieren die Deutschen auf Platz vier und die Schweizer auf Rang zehn; ihre traditionellen Tugenden zählen auch in Zukunft.

Gleichwohl drängt die Zeit, die G-7, die Gruppe der großen westlichen Industriestaaten und Japans, zu reformieren. Oder sollten die Befragten lediglich so reagieren wie alle vor ihnen bei solchen Fragen auch - und schlicht aktuelle Trends und Moden fortschreiben?