Weltweite Reaktorkontrolle

Das Wissenschaftsblatt nature fordert einen neuen politischen Umgang mit der Kernenergie. Im Editorial der jüngsten Ausgabe (Bd. 375, S. 91) argumentiert das einflußreiche britische Journal, die Kernenergie sei zur Vorsorge gegen den Treibhauseffekt unumgänglich. Allerdings müßten zwei Bedingungen erfüllt werden, um die Risiken dieser Technik zu kontrollieren: Erstens müßten die Reaktoren von internationalen Behörden genehmigt und überwacht werden, und zweitens wären international verwaltete Vorratslager für Plutonium einzurichten. Ein solches Kontrollregime würde zwar Regierungen nicht schmecken, denen die nationale Souveränität heilig ist, aber Klimaschutz sei nun einmal eine internationale Angelegenheit.

Emissionsfreies Fahren

In Kalifornien soll in diesem Sommer das erste Auto, das von Brennstoffzellen angetrieben wird, auf den Markt kommen. Da der "Genesis ZEV" höchstens 25 Kilometer pro Stunde zurücklegt, soll er auf Flughäfen und in Vergnügungsparks eingesetzt werden. Das ist immerhin ein Anfang. In Brennstoffzellen sorgt eine Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff für Strom, die im Prinzip rückstandsfrei abläuft - jedenfalls dann, wenn reiner Wasserstoff verwendet wird.

Erschreckter Fisch

Wie müßten Verkehrszeichen für Fische funktionieren? Allzu viele Fische geraten in die Turbinen von Wasserkraftwerken oder die Kühlwasserrohre von Kohle- und Kernkraftwerken. Unter der Führung eines dänischen Forschungszentrums entwarfen daher Wissenschaftlergruppen, finanziert aus einem EU-Fonds, ein Verkehrslenkungssystem. Es kombiniert Elektroschocks mit Infraschall und beruht auf dem Pawlow-Effekt: Wenn Fische trotz empfangenen akustischen Signals in Richtung der Infraschallquelle weiterschwimmen, trifft sie ein Elektroschock. So sollen sie lernen, der akustischen Wellenfront auszuweichen. Erste Tests verliefen positiv.

Nachtigall am Telephon