Pflanzliche Impfstoffe

Forschergruppen in den Vereinigten Staaten experimentieren derzeit mit genetisch veränderten Pflanzen, die billig Impfstoffe produzieren. Ihr Verzehr könnte an die Stelle der herkömmlichen Injektion treten. Ein großes Problem oral verabreichter Impfstoffe ist bislang, daß sie den Angriffen mächtiger Säuren und Enzyme widerstehen müssen, bis sie ins Blut geraten; innerhalb von Pflanzenzellen könnten die empfindlichen Eiweißstoffe diese Reise indessen unbeschadet überstehen. Die Wissenschaftler sind sehr zuversichtlich geworden, seit erste Labortiere nach dem Verzehr von Impfpflanzen Antikörper entwickelt hatten. So riefen beispielsweise die Blätter manipulierter Tabakpflanzen eine Immunantwort auf Hepatitis B hervor. Eine derartige Pflanzenmedizin, vorausgesetzt sie funktioniert und der Anbau läßt sich kontrollieren, könnte sich als Wohltat für arme Länder erweisen, die kein Geld für teure Impfstoffe haben.

Virtuelle Stadt

Auf der Kölner Fachmesse "geotechnica 95" stellte das Institut für Photogrammetrie an der Universität Bonn Computerprogramme vor, mit denen sich aus Luftbildern dreidimensionale Stadtmodelle gewinnen lassen. Die Software nutzt Methoden des "maschinellen Sehens" zur Bildauswertung und zieht außerdem sogenannte digitale Höhenmodelle heran, also Daten über Bodenerhebungen. Das Ergebnis läßt sich auf leistungsfähigen Computern als 3-D-Simulation einer Stadt visualisieren, durch die der Betrachter am Bildschirm wandern und die er sodann für Zwecke der Stadtplanung auch umbauen darf. Weitere Anwendungszwecke: Simulation von Lärm- und Schadstoffausbreitungen sowie von Funkverbindungen.

Hör mal, wie es klebt

Mit Ultraschall testen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für zerstörungsfreie Prüfung in Saarbrücken, wie gut Gegenstände aneinanderkleben. Reflektiert die Probe gleichförmige Sinuswellen, ist die Verbindung fehlerfrei; je verzerrter die Ultraschallwellen zurückkommen, desto schlechter kleben die Komponenten aneinander. Aus der Art der Verzerrung lesen die Forscher sogar, ob Luft, Feuchtigkeit oder Schmutz die Verbindung beeinträchtigt.