Joschka Fischer: "Atomkraft - nein danke!", ZEIT Nr. 18

Der Autor hat recht und ist für seinen konsequenten Standpunkt zu bewundern. Denn was er schreibt, ist bereits vor fünfzehn Jahren als "Energiewende" bezeichnet worden! In der Tat, Atomkraft ist veraltete Dinosauriertechnik mit unkalkulierbaren Risiken und sollte längst hinter uns liegen. Genauso wie es einen Atomwaffensperrvertrag gibt, sollte es eine internationale Vereinbarung zur Begrenzung der Atomkraft geben. Die Zukunft liegt eindeutig bei der günstigsten Energieausnutzung, bei der Alternativenergiegewinnung aus Sonne, Erdwärme und Wind und bei kleinen, ausgereiften Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen in unmittelbarer Nähe der Wohnzentren, so daß auch die Kraftwerksabwärme wirtschaftlich genutzt werden kann.

Christoph Zachariae, Vaihingen/Enz

Heute hat mir der Artikel von Joschka Fischer den Glauben an die unabhängige ZEIT wiedergegeben. Nachdem ich den Artikel von Gero von Randow gelesen hatte, verzweifelte ich bald an einem Wissenschaftsredakteur.

Wie kann man denn noch nach Tschernobyl, Sellafield, Biblis, Hanau und so weiter an die Atomkraft und Kernenergie denken? Gerade sind hier im Münsterland in Ahaus 385 Castorbehälter gelandet. Und jetzt stehen sie da. Auf ewig und immer? Gorleben? Wie soll es denn nach Randows Meinung weitergehen?

Bernd Viekes, Neuenkirchen

Ein Lesevergnügen, würde ich zu Fischers Artikel sagen, wenn die Diskussion um den Aus- oder Nichtausstieg aus der Atomenergie nicht so eine todernste Angelegenheit wäre. Begrüßenswert, daß die ZEIT diese Antwort auf Gero von Randows Leitartikel veröffentlicht hat.