Arbeitslose Akademiker

Die Zahl der arbeitslosen Akademiker hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. 156 000 Hochschulabsolventen waren 1994 arbeitslos, gut 10 000 mehr als noch ein Jahr zuvor. Besonders ungünstig entwickelt hat sich die Arbeitsmarktlage für Ingenieure. Von ihnen ist bereits jeder vierte arbeitslos.

Oft nur zweite Wahl

Für Studenten und Wissenschaftler aus Westeuropa, den USA und Asien verlieren die deutschen Hochschulen an Attraktivität. Darauf wies jetzt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hin. Vor allem die ungenügende Anerkennung ausländischer Studienleistungen und -abschlüsse sowie die lange Ausbildungsdauer führe dazu, daß Deutschland oft nur noch zweite oder dritte Wahl sei. Bei Osteuropäern stehen die deutschen Hochschulen dagegen weiterhin hoch im Kurs. Deutsche Hochschüler, die ins Ausland wollen, sind nach Ansicht des DAAD oft noch zu sehr auf Westeuropa und die USA fixiert.

Kisuaheli in der Schule

Das Fremdsprachenangebot an deutschen Gymnasien wird immer größer. Neben den traditionellen Fremdsprachen werden vielerorts inzwischen auch Kurse in Arabisch, Chinesisch, Polnisch, Tschechisch oder Türkisch angeboten. Die neuen Fremdsprachen werden zumeist als Wahlkurse, aber auch als Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Unterrichts gelehrt und können teilweise sogar als Abiturfach gewählt werden. Die wohl exotischste Sprache wird im mittelfränkischen Gymnasium Lauf unterrichtet: Hier belegen Schüler einen Wahlkurs in Kisuaheli.