Ende gut, wenn auch noch längst nicht alles gut.Kaum hatten die 175 Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrages Ende vergangener Woche in New York die rechtliche Barriere gegen die Ausbreitung der Bombe einmütig für alle Zeit zementiert, da startete China einen neuen Nukleartest. Der Verdruß über den chinesischen Atomversuch kann allerdings die Freude über das New Yorker Ergebnis nicht trüben.Zwar stand schon zu Beginn der Konferenz eine Mehrheit für die unbefristete Verlängerung fest.Aber es gab genug Anlaß zum Streit, und eine Kampfabstimmung hätte die Autorität des Vertragswerks angeschlagen zurückgelassen.Die Einmütigkeit, mit der es verlängert wurde, beweist nun: Die allermeisten Staaten haben erkannt, daß die Bombe in der Hand eines Nachbarn sie mehr bedrohte, al s eine eigene Bombe sie schützen könnte. Weil der Vertrag nun nicht mehr nur auf Zeit, sondern für immer gilt, ist die Welt ein wenig sicherer geworden.Daran können auch einige Tests der atomaren Nachzügler wenig ändern.Vom nächsten Jahr an, das hat auch China in New York feierlich versprochen, sollen alle Atomversuche auf Dauer verboten werden.