Zunächst sollte der Kongreß im nationalen Interesse einseitige Schritte einleiten. Ein flächendeckender Zoll von 10 Prozent auf alle japanischen Waren, die nach Amerika kommen, brächte 12,5 Milliarden Dollar. Dieser Schock würde Tokio über Nacht die neue Realität vor Augen führen: daß wir Amerikaner damit begonnen haben, Amerikas Interessen Vorrang zu geben. Die Zolleinnahmen könnten dafür genutzt werden, die Körperschaftssteuern für das Kleingewerbe dramatisch zu senken, was neue Arbeitsplätze für Amerikaner schafft - zusätzlich zu den Jobs, die entstehen, wenn Detroit seine alten Märkte zurückerobert.

Sollte sich Japan revanchieren - erhöhen wir eben die Zölle auf zwanzig Prozent. Japan kann einen Handelskrieg gegen Amerika unmöglich gewinnen. Nippon würde Exporte im Wert von 125 Milliarden Dollar aufs Spiel setzen, wir hingegen nur 60 Milliarden Dollar. Gegenüber Freihandelsregionen wie Kanada und Europa sollten wir bei unserer Freihandelspolitik bleiben. Aber wenn man es mit Raubtieren wie Japan und China zu tun hat, helfen nur noch harte Bandagen.

Patrick J. Buchanan, Journalist, bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.