Ein kleines Karussell mit Holzpferden, eine Wurstbude, ein Glücksrad, und fertig war der Jahrmarkt. Heute bestimmt High-Tech die Rummelplätze, und bei manchem wächst die Sehnsucht nach der alten Herrlichkeit. Vor den Toren von Paris, in der großen Halle des Kultur- und Wissenschaftszentrums La Villette (211, avenue Jean Jaurès), widmet sich derzeit eine Ausstellung der Jahrmarktstradition. Unter dem Titel "Il était une fois la Fête Foraine" sind dort in authentischem Rummelplatzambiente noch bis zum 14. Januar 1996 rund 1500 kuriose und kunstvolle Kirmesobjekte aus den Jahren 1850 bis 1950 versammelt - angefangen von finsteren Pappmachébestien bis hin zur automatischen Wahrsagerin. Das Jahrmarktsfest ist täglich außer montags von 10 bis 19.30 Uhr zu besuchen, samstags bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet 55 Franc (etwa 16 Mark, inklusive drei Karusselljetons). Als Ergänzung zu dieser Schau zeigt das Musée des Traditions Populaires (6, avenue Mahatma Gandhi) bis zum 31. Januar eine Serie von Jahrmarktphotographien aus der Belle Époque.