Cogito, ergo: nein. So etwa sprach Verleger Heinz Bauer. Und begrub damit einen wenigstens drei Jahre alten Plan. Einen schönen Plan.

Einen zu schönen, jedenfalls für den Bauer Verlag.

Die Anleihe ans kartesianische cogito, ergo sum (ich denke, also bin ich) hat zwar doppelten Boden, aber eben kein Netz. Ergo, so sollte ein Nachrichtenmagazin heißen, das Bauer zwischen den Spiegel und Burdas Focus plazieren wollte. Vorausgesetzt eine vom Verleger persönlich zu beurteilende Qualität. Offenkundig hatte Bauer geglaubt, das müsse sich einrichten lassen. Wie sonst hätte er soviel (wieviel?) Geld in Mannschaft und Probenummern investiert? Und nun hat er eben nachgedacht. Ergo: Das war es nicht.

Auf deutsch ist, also, auch der Umkehrschluß erlaubt: Bauer bleibt Bauer. Oder: Yellow Press und Journalismus passen nicht in ein und dasselbe Haus. Und auch für viel Geld sind Architekten nicht zu finden, die es reizte, einen schönen Anbau zu entwerfen. Schon angeworbene Chefredakteure gingen. Umworbene kamen nicht.

Also: nein.