Die deutschen Brauer haben es derzeit wahrlich nicht leicht. 500 000 Hektoliter weniger Bier verkauften sie im vergangenen Jahr, und der bitterkalte Winter wirkt sich auch nicht gerade absatzfördernd aus. Da konnten sich die Braumeister wenigstens noch an denjenigen Landsleuten freuen, die in wärmere Gefilde flüchteten. Schließlich mag der deutsche Biertrinker auch in fremden Landen nicht auf sein gewohntes Pils verzichten.

Dieses Geschäft will ihnen nun ein dreister Spanier auch noch vermiesen. Auf Teneriffa hat er der beliebtesten deutschen Biermarke, Warsteiner, den Hahn abgedreht. Und das kam so: Der Markenpirat, der nach Wissen der deutschen Brauer noch nie etwas mit Hopfen und Malz zu tun hatte, ließ sich im Lande der Iberer das Warsteiner Markenzeichen eintragen, kurz bevor diese selbst ihren angestammten Namen weltweit schützen ließen. Ein spanischer Provinzrichter zögerte nicht, die Warsteiner-Depots auf der Insel verriegeln und die Reklametafeln abschrauben zu lassen. Da hörte für die Westfalen der Spaß auf. Ihr Hausjurist soll nun die Blockade brechen.

Vielleicht entdecken die deutschen Urlauber, daß auch spanisches Bier ganz gut schmeckt.