Lange, quälend lange hatte Deutschland auf das erlösende Wort des größten lebenden Deutschen warten müssen, dann sprach er es gelassen aus: "Ich mache es noch mal!" Und dann sagte er auch noch, auf seine wunderbar schlichte, warmherzige Weise: "Lange nichts gegessen, ich bin hungrig!"

Ja, genau so lieben wir Deutsche ihn, den größten lebenden Deutschen.

Den Mann, der es noch mal macht. Den Mann, der immer Hunger hat.

Unseren lieben . . . ja wen denn eigentlich?

Falls Sie, geschätzter Leser, wähnen, Sie befänden sich in diesem Augenblick im heißen Inneren einer Helmut-Kohl-Glosse, so haben Sie sich auf liebenswerte Weise geirrt (oder auch nicht, aber davon später). "Ich mache es noch mal!" sagte nämlich nicht der Bundeskanzler in Wildbad Kreuth, obwohl doch alle Christenmenschen darauf sehnsüchtig warteten.

Nein, der Mann, der es noch mal macht, der Mann mit dem Hunger, er heißt Boris Becker. Er sprach in Melbourne all die Sätze, auf die man in Kreuth und um Kreuth herum vergeblich wartete.

Aus Kreuth haben alle guten bürgerlichen Zeitungen berichtet, aus Melbourne sowieso. Nur den Rechercheuren dieses unseres Wochenblattes (nebenbei: die coolsten und härtesten Burschen ihrer Zunft!) ist es gelungen, die geheimen Verbindungslinien zwischen beiden Weltereignissen freizulegen.