Vielleicht hätte der Mann sich doch für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten bewerben sollen. Pete Wilson, Gouverneur von Kalifornien, hat ein Herz für Bürger. Dank erholter Wirtschaft machte der Staat an der Sonne im laufenden Haushaltsjahr ein unerwartetes Plus von rund einer Milliarde Dollar. Das Geld will der volksnahe Mann an der Spitze den Steuerzahlern nun zurückgeben.

Wilson weiß, wie man sich beim Wähler beliebt macht. Mehr noch als die Deutschen halten die Amerikaner ihre Politiker nämlich im allgemeinen für unverantwortlich. Jeden Cent, den sie erhaschen können, so das Image der Regierenden, verplanen sie gleich doppelt.

Wilson läßt es dagegen in der Kasse der Bürger klingeln, und wer wollte dagegen sein? Nun, vielleicht die Obdachlosen in San Francisco oder die Straßenkinder in Los Angeles. Aber, und darin liegt das Clevere an der geplanten Ausschüttung, die gehen in Amerika sowieso nicht wählen.