Zuerst die gute Nachricht: Deutschland wird mit den Vereinigten Staaten ein Open-sky-Abkommen schließen, das im Prinzip einen völlig freien Wettbewerb im Flugverkehr garantiert. Alle staatlichen Absprachen, sei es über Preise, Zahl der Flüge oder der angeflogenen Airports sollen, ersatzlos gestrichen werden - auch im Frachtverkehr. Damit endet für Deutschland als erstes großes Land Europas eine lange Nachkriegsära, in der die Amerikaner die Freiheit über den Wolken allzuoft einseitig nach ihren Interessen beschränkten.

Doch grenzenlos wird die neue Konkurrenz-Freiheit auch nicht sein, und das ist die weniger gute Nachricht: Verkehrsminister Matthias Wissmann und sein amerikanischer Kollege knüpfen nämlich das Abkommen an eine noch engere Kooperation von Lufthansa und ihrem US-Partner United Airlines. Dafür sollen sogar Kartellgesetze außer Kraft gesetzt werden. Denn dagegen verstoßen die Absprachen, die Lufthansa und United planen - gegen den Wettbewerb.