Am 18. Oktober 1896 erschien im New York Journal die Geschichte "The Yellow Kid" von Richard Outcalt. Seitdem traten die gezeichneten Bildergeschichten ihren Siegeszug rund um den Erdball an, das Ergebnis ist eine regelrechte "Sprechblasenkultur". Comics wurden zur universellen und populären Sprache und zum Spiegel der Gesellschaften. Nirgends jedoch gibt es so viele Zeichner wie in Belgien, wo die ersten Comics 1930 gedruckt wurden. Ihre Federn gebaren einige der bekanntesten Figuren: Georges Remi, besser bekannt unter dem Namen Hergé, erfand den Lausbuben Tintin, dessen Abenteuer in Deutschland unter dem Titel "Tim und Struppi" veröffentlicht werden. Zur Nomenklatura der belgischen Comiczeichner gehört außerdem Hermann Huppen (er erfand "Andy Morgan") oder Maurice de Bevère, genannt Morris, der "Vater" des schlaksigen Cowboys Lucky Luke. Unser Bild zeigt eine Brüsseler Hauswand mit einem Motiv aus einem dieser Western-Comics. Und auch die berühmten "Schlümpfe" entstammen der Feder eines belgischen Zeichners, Pierre Culliford, genannt Peyo. Grund genug für die Belgier, zum hundertsten Jubiläum eine große Veranstaltungsreihe zu organisieren. Das ganze Jahr über werden überall im Lande die Autoren der Bildergeschichten und ihre Helden gewürdigt. Noch bis zum 8. April ist beispielsweise im Brüsseler Comic-Museum die Ausstellung "100 Jahre Comics in den USA" zu sehen. Vom 4. Juni bis 6. Oktober zeigt das Comic-Museum die Ausstellung "50 Jahre Lucky Luke". Informationen: Belgisches Fremdenverkehrsamt, Berliner Allee 47, 40212 Düsseldorf, Tel. 0211/864 84 31, Fax 0211/13 42 85.