Es ist Wasser auf die Mühlen der Telekom: Da verweigern Postpolitiker dem staatlichen Fernmelderiesen, seinen großen Kunden attraktive Rabatte einzuräumen - und schon wandert ausgerechnet die Verwaltung des Bundestages zur ausländischen Konkurrenz ab. So prompt und augenfällig bekommen Abgeordnete die Folgen ihrer Beschlüsse wohl nur selten vorgeführt.

Es soll Parlamentarier geben, die jetzt ins Grübeln kommen und sich ganz verdutzt fragen, ob es eigentlich ihre Aufgabe ist, den Telekom-Rivalen Kunden in die Arme zu treiben. Im Sinne des Wettbewerbs erscheint das durchaus löblich; schließlich soll er für Wachstum sorgen und Arbeitsplätze schaffen. Die gehen in diesem Fall allerdings zuvor bei der Telekom verloren. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Job-Bilanz am Ende ausgeglichen ist.

Etwas Gutes hat der Vorgang doch: Jetzt können die Verantwortlichen im Bundestag wenigstens billig kommunizieren, wenn sie wieder einmal über Beschäftigungsprogramme beraten.