Daß sie alle möglichen Gerichte mit mint sauce übergießen, haben wir irgendwann einmal gehört und bestaunt. Die Erfindung des plumpudding konnten wir ihnen schmunzelnd nachsehen. Und für die fish 'n' chips haben wir sie nach einem Anfall von Heißhunger sogar bewundert. Doch was die Engländer uns in letzter Zeit in Sachen Ernährung bieten, muß selbst anglophile Esser irritieren. Da manipulieren sie die Gene von Tomaten, damit die nicht matschen. Anschließend zermatschen sie das Zeug und verkaufen es als Ketchup. Dann kämpften die britischen Viehzüchter monatelang darum, uns mit ihrem Rindfleisch zu beglücken - obwohl die Bilder BSE-kranker Tiere den Appetit auf Rinderbraten nur wenig anregten. Und nun soll das Fleisch englischer Rinder, so sie denn jünger als zweieinhalb Jahre sind, auch hierzulande wieder verkauft werden dürfen. Dabei ist noch immer nicht sicher, ob BSE nicht doch auf Menschen übertragen werden kann. Nun müssen wir wohl auch noch das Beefsteak mit Tomatenketchup aus dem englischen Kochbuch streichen - leicht machen sie es einem wirklich nicht mit ihrer Küche, die Briten.