Immer mehr Reisende suchen Alternativen zum beengten Standardhotelzimmer. Boardinghäuser bieten dem Gast Zimmer und Appartements mit höherem Wohnwert. Die meist aus zwei Räumen bestehenden Appartements erhalten durch zusätzliche Ausstattungen eine persönliche Note. Beispielsweise wird der Gast durch eine kleine Küchenzeile unabhängig vom Roomservice. Die Wohnungen variieren vom modernen Studio bis zur luxuriösen Galeriewohnung mit Ausblick. Auch Hotelgesellschaften haben die Konkurrenz zu den Boardinghäusern erkannt und bauen inzwischen Zimmer in kleine Appartements um. Die großräumigen, aus mehreren Zimmern bestehenden Appartements werden auch für ein Geschäftsessen in gemütlicher Atmosphäre mit anschließender Cocktailparty genutzt. Das spart die Raummiete für einen Hotelsaal.

Besonders beliebt sind Hotelappartements bei Frauen auf Reisen. Anstatt alleine im Restaurant oder an einer Hotelbar zu sitzen, können sie sich selbst ein kleines Mahl in der Küchenzeile ihres Appartements zubereiten.

Hotelappartements können, im Gegensatz zu vielen Boardinghäusern, auch für einen Tag gebucht werden. Für längere Aufenthalte sind Boardinghäuser finanziell eine Alternative zu den Hotels. Rabatte locken den Langzeitgast. Ein einwöchiger Aufenthalt wird aber meistens vorausgesetzt.

Die Serviceleistungen sind in diesen Häusern eingeschränkt oder nicht vorhanden, Brötchen oder Frühstück werden dennoch gebracht. Restaurants und Fitneßräume gibt es in allen Boardinghäusern.

Eines der erfolgreichsten deutschen Boardinghäuser ist das im Dezember 1993 eröffnete "Madison" in Hamburg. Mit einer Auslastung der 165 Appartements von 75 Prozent liegt es mit an der Spitze der Hamburger Hotels.