Der Dax tut sich gegenwärtig schwer, nachhaltig die Marke von 2500 Punkten zu überwinden. Weder ein stabiler Dollar noch der widerstandsfähige Rentenmarkt vermögen die Anleger aus der Reserve zu locken. Einzige Ausnahme: die Unternehmen der Großchemie. Sie profitierten von ertragsstarken Abschlüssen für 1995 und den günstigen Prognosen für 1996. Auf erhöhter Basis kam es aber auch hier zu Gewinnmitnahmen - ungeachtet des als angemessen beurteilten Tarifabschlusses in der Chemieindustrie.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Bayer- und Hoechst-Aktien kauften sich viele Anleger Bankwerte. Die Ergebnisse zu Beginn des Jahres lassen auf ein gutes Jahr 1996 in dieser Branche hoffen. Analysten zeigten sich insbesondere von den Aussichten der Deutschen Bank beeindruckt.

Autoaktien sind dagegen zunehmend in den Hintergrund getreten.

VW erlitt am vergangenen Wochenende sogar einen Kurssturz, entstanden durch ein Treffen von Analysten, das die angelsächsischen Vertreter nicht befriedigt hat. Sie empfahlen VW-Aktien daraufhin zum Verkauf.

Die deutschen Experten hielten dagegen an ihrem positiven Urteil fest.