Eros und Literatur - ein Thema, so zauberhaft wie heikel. Nur die Besten sollten es anpacken. Also: Man kann ein Buch mit Entzücken betrachten, wie eine Frau. Man kann ein Buch ganz sachte in die Hände nehmen, wie eine Frau. Man kann ein Buch, kann eine Frau, ächz... Hören wir auf, bevor wir uns vollends vergessen! Sagen wir abschlie&szligend nur dieses: Jedes Buch ist auch eine Frau, jede Frau ist auch ein Buch.

Immer wieder haben wir an dieser Stelle von der Zärtlichkeit der Bücher, von der Sinnlichkeit der Wörter gepredigt. Jetzt endlich haben wir machtvolle Mitstreiter gefunden: Die Hamburger Wochenzeitung Die Woche hat ihre jüngste Literaturbeilage mit dem ganzseitigen Farbphoto einer betörend schönen Frau, der Autorin und Schauspielerin Margaret Mazzantini ("Ganz Italien liegt ihr zu Fü&szligen"), eröffnet. Siehe Abbildung oben! Keine Rezension, kein Rezensiönchen, nicht einmal das vibrierende Editorial der Woche fand auf der Titelseite, zwischen den Schenkeln der Signora oder Signorina Mazzantini, Platz.

Gewiß, ein wenig sieht nun das Literatur-Supplement der Woche aus wie eine Werbebeilage der Miederwirtschaft ("Triumph krönt die Figur") oder auch der Kosmetikindustrie ("Gabriela Sabatini for men"). Und mit aller gebotenen Bescheidenheit müssen wir daran erinnern, daß diese Zeitung schon letzten Herbst mehr Sex im Literaturblatt hatte als die Woche jetzt im Frühling - und daß wir das Thema doch ein wenig frischer, frecher, fröhlicher abgehandelt haben (siehe Abbildung unten!). Aber die ZEIT (ein junges Blatt für junge Leser) hat es da gewiß auch leichter als die gute alte Tante Woche (gegründet, wir erinnern uns, vor genau 50 Jahren von Manfred Graf Bissinger).

Gleichviel, wir alle, egal ob von ZEIT oder Woche, sitzen im selben Boot. Nackt oder halbnackt. Ganz Deutschland liegt uns zu Fü&szligen

Finis

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