Immer mehr Menschen spüren die Macht der Finanzmärkte, doch nur wenige finden sich im Innenleben des Kapitals zurecht. Durchblick tut not. Mit ihren neuen Rubriken "ZEIT und Geld" und "Insider" sowie übersichtlich gestalteten Graphiken und Tabellen gibt die ZEIT den Lesern jede Woche künftig noch wertvollere Orientierungshilfen: die wichtigsten Informationen, Trends und Hintergründe - knapp und dennoch umfassend.

Kein Zweifel: Wenn es ums Geld geht, entwickeln viele Deutsche schizophrene Züge. Emsig sparen sie, horten kleine und auch mal gro&szlige Vermögen, kurzum, gehen arbeiten, damit ihr Konto wächst. Doch kaum ist das Büro geschlossen, der Arbeitsplatz verlassen, macht sich Ratlosigkeit breit: Was nur machen mit dem Geld? Der mühsam angehäufte Mammon wird plötzlich zur Last.

In dem Spiel der Profis, deren Regeln Sparer oft nicht durchschauen, fühlen sich viele wie Amateure, die nur als Opfer dienen. Wer so empfindet, sucht Rat, nicht selten jedoch bei falschen Tipgebern. Ahnungslos fallen sie auf windige Finanzfirmen herein, schlie&szligen hochriskante Termingeschäfte mit Schweinebäuchen ab, erwerben wertlose Ramschanleihen. Andere, die dem Lockruf der vermeintlichen Schnäppchen widerstehen, gehen zu ihrer Hausbank und lassen sich dort auf das erstbeste Angebot ein - selbstverständlich ein Produkt des Geldinstituts. Unerwähnt lä&szligt der Berater dutzendfache Alternativen der Konkurrenz, die nicht selten rentabler gewesen wären.

Ein Beispiel ökonomischer Unvernunft beobachtet der Professor für Versicherungslehre Dieter Farny immer wieder. Viele Menschen, so der Kölner Wissenschaftler, beschäftigten sich mit dem Abschluß einer Versicherung nur sehr kurz. Dabei kommt diese Entscheidung in der Investitionssumme durchaus dem Kauf eines Einfamilienhauses gleich.

Der Titel "ZEIT und Geld" löst die alte Rubrik "Bank und Börse" ab, denn die Themen sprengen längst den engen Rahmen der Beziehungen zwischen den Geldinstituten und ihren Kunden. Die Autoren nehmen alles unter die Lupe, was Portemonnaie und Portefeuille der Privaten betrifft: von A wie Autoversicherung bis Z wie Zerobonds. Dabei geht es nicht um billige Tips, die allzu kostspielig werden können, sondern um Aufklärung. Denn nur wem Zusammenhänge vertraut sind, der kann Flops und Filetstücke erkennen.

Die Rubrik "Insider" schlägt eine Schneise durch das kaum noch zu durchdringende Dickicht der Fachbegriffe, damit Banker und Anlageberater nicht mehr mit Wolken von Expertenformulierungen die klare Sicht vernebeln können. Wissen Sie, was sich hinter "Bobl-Futures" verbirgt, was "Glattstellungen" sind? Nicht allein präzise Definitionen sind das Ziel - ebensowichtig, häufig spannender sind die Geschichte, Ideen und Konflikte, die sich hinter den Begriffen verbergen.

Der "Marktreport", früher auf dem "Insider"-Platz, bietet wie bisher den schnellen und präzisen Überblick über das Börsengeschehen der vergangenen Woche - nur künftig im Zentrum der optisch und inhaltlich völlig neu präsentierten Graphiken und Tabellen.