Ihr letzter Wille , auf 36 Seiten festgehalten, ließ keinen Zweifel daran, was für sie auch über den Tod hinaus das Wichtigste blieb: "Respektiert meine Privatsphäre."

Eine feine Illusion. Seit drei Wochen ist der Katalog, der ihr Hab und Gut anpreist, nicht nur in New York ein begehrter Bestseller. 28 000 Stück wanderten schon an den ersten beiden Verkaufstagen in die blauen Tragetaschen mit dem matten Aufdruck "Sotheby's" . Champagnerfarben der Einband, mit schmalem Schriftzug nichts anderes verkündend als: "The Estate of Jacqueline Kennedy Onassis" . 584 Seiten, sechs Pfund schwer, 90 Dollar kostet die gebundene Ausgabe, 45 Dollar die kartonierte. Zeitgleich mit der Wiederauferstehung ihrer modischen Markenzeichen (Etuikleid, Perlen, Slingpumps) ein Stück von Jackie für ganz Amerika. Von Miss Bouvier, der Ostküsten-Debütantin.

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Von Mrs. Kennedy, der Präsidentengattin. Von Mrs. Onassis, der Ehefrau eines milliardenschweren Griechen mit kurzen Beinen. Und, auch das: von einer berufstätigen Großmutter.

Aufgeführt und beschrieben werden 1195 Losnummern. Restposten einer Haushaltsauflösung? So mag es auf den ersten Blick aussehen. Für die Jackie-Gemeinde hingegen sind es Kult- und Gebrauchsgegenstände der einzigen Prinzessin, der die Neue Welt jemals zu Füßen lag. Eine Fülle von Photos unterfüttert die historische Aura. Sieh einer an.

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