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Wer noch immer glaubt, daß allein kontinuierliches Wirtschaftswachstum genügt, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, der werfe einen Blick in die Statistik. Seit 1960 hat sich die Wirtschaftsleistung Westdeutschlands zwar nahezu verdreifacht, doch die Zahl der Stunden, die die Arbeitnehmer dafür schaffen mußten, ist deutlich zurückgegangen. Der Grund ist die dramatisch gestiegene Produktivität. Daß die Zahl der Erwerbstätigen trotz des geringeren Arbeitsvolumens im selben Zeitraum von 26,1 Millionen auf 28,5 Millionen gestiegen ist, liegt vor allem an der kürzeren Arbeitszeit: Sie sank von durchschnittlich 2152 auf nunmehr 1559 Stunden im Jahr.