Frieden und Tourismus sind hier immer Hand in Hand gegangen", sagte Israels Tourismusminister Uzi Baram Anfang März in Berlin.

Jetzt droht die neue Eskalation der Gewalt im Nahen Osten den Boom im Fremdenverkehr zu stoppen.

Am schlimmsten betroffen ist der Libanon, der erst seit kurzer Zeit wieder im Programm einiger Spezialveranstalter auftaucht.

Das Auswärtige Amt veröffentlichte nach dem Ausbruch des militärischen Konflikts zwischen Israel und der Hizbullah eine generelle Reisewarnung: "Bis zur Klärung der Lage sollten Reisen in den Libanon nicht unternommen werden."

Deutschlands größter Studienreiseveranstalter Studiosus schickt seitdem seine Reisegruppen nicht mehr in den Libanon. "Das wird so bleiben, bis es einen Waffenstillstand gibt, der mehrere Tage hält", sagt Manfred Schreiber, der bei dem Münchner Veranstalter für den Nahen Osten zuständig ist. Da Studiosusreisen in den Libanon durchweg mit Syrien-Aufenthalten kombiniert werden, müssen nicht komplette Touren abgesagt werden. "Unsere Reisen werden umgeroutet.

Wir bieten unseren Kunden kostenlose Stornierungen an", sagt Schreiber. "Aber es hat keine Panik gegeben."

Auch andere Nahostveranstalter berichten von gelassenen Reaktionen der Urlauber nach dem Terroranschlag von Kairo, bei dem achtzehn griechische Touristen ums Leben kamen. "Wir haben in Ägypten nicht den normalen Warmwassergast", sagt der Geschäftsführer von Phoenix-Reisen, Johannes Zurnieden. "Unsere Kunden wissen, daß überall auf der Welt Bomben fliegen."