Fragt sich nur, welche Botschaften sich in den Photos verbergen, die die Programmiererin auf ihrer kommerziellen Web-Seite anbietet. In allerlei barocken Posen ist sie da nackt zu sehen, gegen Entgelt: Zehn Dollar kostet jede Ausgabe der Bildersammlung "The Peek of the Week". "Ich habe eben Talent für beides", sagt Romana Machado, die sich schon 1985 erstmals für den Playboy ausgezogen hatte. "Es gibt doch auch Wissenschaftler, die am Wochenende Cello spielen."

Das Hobby garantiert ihr die finanzielle Unabhängigkeit, die für ihr drittes Talent vonnöten ist: Sie ist überzeugte Extropianerin, also Anhängerin jener Philosophie, deren Anhänger seit ein paar Jahren anstreben, sich in "transhumane" Supermenschen zu verwandeln. Dabei setzen sie vor allem auf die Technik der Zukunft. Sie soll ihnen höhere Intelligenz verschaffen, ein besseres Gedächtnis und größere physische Kraft. Romana Machado hat sich vorgenommen, sogar den Tod zu überwinden - mittels der sogenannten Cyronischen Suspendierung: Sie will sich einfrieren lassen. "Der Tod", so meint die Transhumane, "ist nur ein ungelöstes technisches Problem."

Für Nichteingeweihte ist recht schwer nachzuvollziehen, was diese Bewegung und ihre meist in Kalifornien lebenden Anhänger umtreibt. Aber Romana Machado arbeitet bereits an einem Buch, das alles erklären soll. Voraussichtlich ab Ende des Sommers wird es auf ihrer Web-Seite zu lesen sein.

Die Extropianer sind allerdings nicht ganz glücklich über ihr Medientalent. Max More, einer der Gründer der Bewegung: "Ich glaube, sie steht eher auf Selbstdarstellung als auf Extropie."