Das ging schnell. Nur eine Woche nachdem Bernd Gottschalk Knall auf Fall den Vorstand von Mercedes-Benz verlassen hat, ist der Ersatzmann schon berufen: Kurt J. Lauk, seit Juni 1992 Vorstandsmitglied der Veba und dort für Controlling und Finanzen zuständig, übernimmt vom 1. August an das gesamte Nutzfahrzeuggeschäft des Konzerns.

Eine leichte Aufgabe ist das nicht, denn im Gegensatz zum wieder hochprofitablen Geschäft mit Personenwagen schreibt Mercedes bei Lkw tiefrote Zahlen. Mercedes-Chef Helmut Werner hatte kürzlich angekündigt, daß in diesem Bereich mit weltweit 73 000 Mitarbeitern Kosteneinsparungen in Höhe von einer Millarde Mark nötig sind.

Für den 1946 in Stuttgart geborenen Lauk bedeutet der neue Job nicht nur die Rückkehr in seine Heimatstadt, sondern auch in eine vertraute Branche. Bevor er zur Veba ging, war er stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes von Audi in Ingolstadt.

Bei der Veba hat es vermutlich Differenzen zwischen Lauk und dem Vorstandsvorsitzenden, Ulrich Hartmann, gegeben. Lauk war noch unter der Ägide des 1993 tödlich verunglückten Veba-Vorstandsvorsitzenden Klaus Piltz in den Vorstand des Unternehmens berufen worden. Dort war er zunächst für Beteiligungs-Controlling, Unternehmensplanung und Informatik zuständig. Als Hartmann im April 1993 zum Piltz- Nachfolger bestellt wurde, übernahm Lauk zusätzlich dessen Aufgabe als Finanzvorstand.

Er wollte dem Elektroauto hierzulande zum Durchbruch verhelfen.