Immer wenn die Begeisterung der Deutschen für die Europäische Union wieder einmal erlahmt, gehen bei der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) Alarmrufe aus dem Bonner Regierungsviertel ein. Man bittet um pfiffige Konzepte, um Europa wieder in Schwung zu bringen.

"Zunächst geht es um die neue Währung, den Euro", sagt Direktionsassistent Dr. Günter P. beim Brainstorming der kreativen EMMA-Runde. "Viele Deutsche haben Angst davor. Wie können wir ein positives Interesse am Euro mobilisieren?"

"Können wir den Euro mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze, mit sicheren Renten oder mit einer besseren Umwelt in Verbindung bringen?"

fragt Kollege L., bei dem man nie weiß, was er ernst meint und was nicht.

Die Runde schweigt verdrossen.

"Die Bürger verstehen doch gar nicht, um was es geht", sagt Kollege G., der ehemalige Lehrer. "Solange von Konvergenzkriterien geredet wird, kann kein Interesse aufkommen. Niemand kann sich unter Konvergenzkriterien etwas vorstellen."