Mit den globalen Auswirkungen des Quecksilbers auf Pflanzen, Tiere und Menschen befassen sich 500 Wissenschaftler aus 34 Ländern auf einem Kongreß am kommenden Wochenende in Hamburg. Seit dem Zusammenbruch der Chemiekombinate der DDR sinkt in Deutschland die Quecksilberbelastung, beispielsweise in der Elbe. Doch weltweit wächst die Bedrohung durch das giftige Schwermetall. In Nordamerika etwa sind die Fischbestände der fünf großen Seen durch Quecksilber stark gefährdet. Gerhard Petersen vom GKSS Forschungszentrum in Geesthacht hält es für möglich, daß hierzulande die Quecksilberbelastung wieder langfristig steigt. Wenn durch die Industrialisierung von Schwellenländern etwa in Asien der Ausstoß zunähme, würden alle davon berührt: Die Einträge des Schwermetalls können in der Atmosphäre weiträumig verschoben werden. Bei erhöhten Ozonwerten wird Quecksilber vermehrt ausgewaschen und gelangt als Niederschlag auf die Erde.