Der deutsche Aktien- und Rentenmarkt befindet sich weiterhin im Schlepptau von Wall Street. Da in den Vereinigten Staaten befürchtet wird, daß die Unternehmensgewinne im dritten Quartal 1996 weniger stark wachsen werden als bisher angenommen und sich erstmals seit langer Zeit bei den amerikanischen Aktienfonds ein Nettoabfluß abzuzeichnen beginnt, ist die New Yorker Börse verunsichert. Deshalb hat auch der deutsche Aktienindex (Dax) weiter an Boden verloren, dies geschah bei meist nur geringen Umsätzen. Die Tendenz wurde zusätzlich durch den labilen Dollar beeinträchtigt, der zeitweise unterhalb von 1,48 Mark schwankte.

Bei den Bankaktien spielen Spekulationen über mögliche Konzentrationen innerhalb der Branche nur noch eine untergeordnete Rolle. Wenn sich die Kurse dennoch einigermaßen stabil zeigen, dann wegen der Halbjahresabschlüsse, die überwiegend den Erwartungen entsprechen.

Die Entwicklung der Versicherungsaktien ist der Bereinigung der Interessen von Allianz und Münchner Rück im Bereich der Krankenversicherung zu verdanken, aber noch mehr der besseren Gewinnschätzungen bei der Allianz für 1996 und 1997.