Seit langem hat kein Buch so hitzige Debatten ausgelöst wie Daniel Jonah Goldhagens Studie "Hitlers willige Vollstrecker", das nächste Woche auf deutsch erscheint. Die Reaktion der Kritiker hierzulande auf die amerikanische Ausgabe war fast einhellig negativ, gelegentlich feindselig. Goldhagen, lautete der Grundtenor, falle hinter den Stand der Forschung zurück und wärme das alte Vorurteil von der deutschen Kollektivschuld wieder auf.

Jetzt geht Goldhagen in einem ausführlichen Beitrag für die ZEIT mit seinen Kritikern scharf ins Gericht. Er wirft ihnen Verfälschung seiner Thesen vor und Desinteresse an den Motiven der NS-Schergen:

- "Namhafte Gelehrte reagieren mit einer Wut, die an Menschen denken läßt, die jemanden zum Schweigen bringen wollen, weil er an ein lang bewahrtes Tabu zu rühren wagte."

- "'Kollektivschuld' ist ein unhaltbarer Begriff, den ich kategorisch ablehne und der mit meinem Buch nichts zu tun hat."

- "Ohne Deutsche kein Holocaust, das läßt sich über keine andere nationale Gruppe sagen. Müssen wir wirklich darüber streiten, ob der Holocaust aus Deutschland kam?"

Die Antwort Goldhagens finden Sie im aktuellen ZEIT-Dossier Seite 9 bis 14 oder in der Zeit im Internet: "ZEIT exklusiv: Daniel Jonah Goldhagen antwortet seinen Kritikern" .