Ein Verfahren zum Recycling von Leiterplatten aus Computern und elektronischen Autoteilen hat Daimler-Benz entwickelt. Die Platinen werden zunächst mechanisch zerkleinert, dann zieht ein Magnet eisenhaltige Materialien heraus. Anschließend werden Kunststoffe und Metalle wie Kupfer und Aluminium auf bis zu minus hundert Grad gekühlt und in einem Hammerwerk voneinander getrennt. Auch hier wird flüssiger Stickstoff zum Kühlen eingeleitet: Der in der Kälte spröde Kunststoff platzt von den Metallteilen. Dieses Verfahren führt, im Gegensatz zur Müllverbrennung, weder zu giftigen Dioxinen noch Furanen. Aus dem Verkauf der wiedergewonnenen Metalle hoffen die Tüftler einen Gewinn erzielen zu können, etwa 3500 Mark pro Tonne Platinen. Freilich dürfte dies allenfalls beim Recyceln von Leiterplatten mit hohem Anteil an Edelmetallen gelingen.