Glaubt man dem ADAC, gehören die Autofahrer zu den Zahlmeistern der Nation. Penibel rechnet die Asphaltlobby gerne vor, wie viele Milliarden Mark die Autofahrer an die Staatskasse berappen - und um wieviel geringer jene Summe ist, die für den Bau von Straßen ausgegeben wird. Das ist populär, aber einfältig. Denn die wahren Kosten des Verkehrs entstehen nicht nur durch den Bau von Straßen, sondern durch deren Nutzung. Fachleute debattieren lediglich, wie hoch die Schäden durch Unfälle, Luft- und Wasserverschmutzung, Flächenverbrauch sowie Lärm zu beziffern sind.

Im Streit um diese externen Kosten hat sich jetzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durch einen Vergleich der einschlägigen Studien verdient gemacht. Das Resultat: Nur bei der vorsichtigsten Variante decken die Abgaben der Autofahrer auch die Unfall- und Umweltkosten ab. Die meisten Studien zeigen indes, daß der Straßenverkehr subventioniert wird. Die simple Rechnung der Autolobby dürfte also nur noch Fanatiker überzeugen. Die sollten darauf achten, ihrem angekratzten Image nicht immer wieder gerecht zu werden.