In einer Disziplin ist die Deutsche Telekom schon heute Spitze.

Von Januar bis August, so die Nielsen Werbeforschung S+P, flossen brutto 222 Millionen Mark in TV- und Funk-Spots, Anzeigen und Plakate. Damit stieß die Telekom auf Rang zwei der Reklame-Hitliste vor, ließ werbestarke Markenartikler wie Ferrero, Kraft Jacobs Suchard oder Henkel weit hinter sich. Nur Procter & Gamble (Ariel, Pampers, Tempo) investierte noch mehr in die Medien. Im gesamten Vorjahr hatten die Statistiker nur 209 Telekom-Millionen (Rang 8) gezählt. Nicht enthalten in diesen Summen sind die Ausgaben für die Produktion der Werbemittel, Honorare oder Promotionaktionen.

Schon 1995 hatte der Telekom-Konzern 935 Millionen Mark in die gesamte Produkt- und Imagewerbung gesteckt. In diesem Jahr dürfte die Milliarde übersprungen werden. Für die T-Aktien-Kampagne geben die Bonner 85,6 Millionen Mark aus, dazu kommen freilich noch beträchtliche Ausgaben der Emissionsbanken. Allein die Commerzbank investiert in die Promotion ihres "Safe-T"-Angebots schätzungsweise acht Millionen Mark, andere Großbanken dürften dem nach Expertenansicht nicht nachstehen.

Der mediale Auftritt des Telephonriesen imponiert den Marketingprofis.

Der Deutsche Kommunikationsverband BDW zeichnete in dieser Woche die "kommunikative Gesamtleistung" der Telekom mit dem erstmals vergebenen "Deutschen Kommunikationspreis" aus.