ESSEN. - In einer rappelvollen Buchhandlung stellte unser Redakteur Roland Kirbach sein jüngstes Reportagen-Buch vor: "Jenseits von Krupp und Kohle - unterwegs im neuen Ruhrgebiet".Es enthält Reportagen, Berichte und Portraits, die in ihrer großen Zahl in den letzten Jahren entstanden und im Länderspiegel dieser Zeitung erschienen sind (Bouvier Verlag, Bonn 192 Seiten, 39,80 DM). In einem Vorwort schreibt Erhard Schütz, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Berliner Humboldtuniversität: "Roland Kirbach ist - in einem ganz altmodischen Sinne - Berichterstatter. Das erkennt man schon am Stil.Die gerühmten Reporter der letzten beiden Jahrzehnte sind allermeistens am amerikanischen ,New Journalism` geschult oder orientiert, pflegen einen betont literarischen Stil, verblüffen gern mit ungewöhnlichen Perspektiven und stellen sich selbst ins Zentrum ihrer Texte.Das ist von erhellender Originalität, wenn es gut, von eitler Hohlheit, wenn es schlecht gemacht ist. Roland Kirbachs Reportagen wird man nie unter diesen Extremen finden, denn sein Journalismus ist einer anderen publizistischen Tradition verpflichtet, eben der von Berichterstattung."