Viele Menschen begehen wegen ihrer Liebe zum untergegangenen Jugoslawien Selbstmord. Sie kommen mit den neuen Wirklichkeiten nicht zurecht.

Da erscheint es mir schon besser, über die Drina und über den Schnee zu schreiben, als zu sterben. Handke hat in seinem Buch keine politische Argumentation ergriffen. Er hat Serbien nicht aus der Perspektive seiner Machthaber betrachtet, sondern mit den Augen eines träumenden Dichters. Für mich gehört Handke zu den wenigen wirklich aufrichtigen Schriftstellern. Lassen wir ihn also ein bißchen träumen.

Der serbische Schriftsteller Aleksander Tisma in der "Welt" vom 27. September 1996