Die transkontinentalen Expreßzüge der USA befördern in erster Linie Schaulustige. Wer von coast to coast reisen will, kann unter vier verschiedenen Routen wählen.

Das 300 000 Kilometer lange Schienennetz der USA dient heute in erster Linie dem Güterverkehr. Allerdings rollen auf fünf Strecken noch immer Fernzüge, die den Osten mit der Westküste verbinden.

Sie tragen die alten traditionsreichen Namen, führen aber in der Regel klimatisierte Doppelstockwagen mit Hotelkomfort.

Obwohl die Strecken nicht elektrifiziert sind, erreichen die modernen "Superliner" inzwischen Höchstgeschwindigkeiten von 160 km/h.

Mit diesen komfortablen Zügen lassen sich die USA schneller durchqueren als im Auto.

Für die 3635 Kilometer von Chicago nach Los Angeles benötigt der Southwest Chief der Gesellschaft Amtrak nur 41 Stunden. Der täglich verkehrende Zug benutzt die Südroute durch Kansas, New Mexico und Arizona. Vor allem in der Gegend um Santa Fé und Albuquerque zieht das klassische Wildwest-Panorama an den Fenstern vorbei.

Frühzeitige Reservierungen empfehlen sich vor allem für den im Sommer oft langfrostig ausgebuchten California Zephyr. Auf seinem Weg von Chicago nach Emeryville bei San Francisco befährt der Zug westlich von Salt Lake City die legendäre Trasse der Central Pacific, die 1869 die erste Schienenverbindung coast to coast herstellte. Die knapp 3900 Kilometer lange Bahnfahrt vom Michigansee zur Golden Gate Bridge dauert 53 Stunden.