Mutter und Kind müssen bei den Skinken, das sind lebendgebärende Verwandte der Eidechsen, ein geheimes Erkennungszeichen haben.

Dies folgern Adam Main und Michael Bull von der Universität in Finders, Australien. Die Biologen trennten Skinkmütter und ihre Kinder direkt nach der Geburt und führten die beiden Gruppen erst später wieder zusammen (Animal Behavior, Bd. 52, S. 193). Die Trennung konnte die familiären Bindungen nicht erschüttern. Sogar Mütter, die unterdessen Adoptivkinder großzogen, widmeten dann ihren echten Nachkommen die meiste Aufmerksamkeit. Auch die Kinder fühlten sich zu ihren leiblichen Müttern besonders hingezogen.

Zur Erklärung bieten die Biologen zwei Hypothesen an: Entweder prägt sich den Tieren direkt nach der Geburt der familiäre Geruch unverrückbar ein, oder sie erkennen sich - vermutlich ebenfalls mit Hilfe ihrer guten Nase - an vererbten Gemeinsamkeiten.