Kaum eine historische Figur wurde derart zur Legende wie König Attila, der von 445 bis 453 ein Großreich in Europa und Asien beherrschte. (Das Photo zeigt die Lithographie "Attilas Tod" von Karoly Lotz und Joszef Marastoni.) Die Hunnen sind zum Synonym für wilde Horden aus der Steppe geworden, die Angst und Schrecken verbreiten. Dieses Bild zu modifizieren und Besucher mit neuesten Forschungsergebnissen bekannt zu machen gehört zu den Anliegen der Burgenländischen Landesausstellung "Hunnen und Awaren - Reitervölker aus dem Osten", die noch bis zum 3. November im österreichischen Schloß Halbturn (A-7131 Halbturn, Tel. 0043-21/72 85 77) zu sehen ist. Hunnen und Awaren gehören zu den "vielen Vätern Österreichs" - so zumindest hat es der Historiker Falko Daim formuliert. Daher rührt auch das Interesse, aufgrund archäologischer Funde mehr über Geschichte und Kultur dieser Völker zu erfahren. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr, der Eintritt beträgt umgerechnet rund 8,60 Mark, und für den 488 Seiten starken Katalog sind zirka 37 Mark zu zahlen.